Fünf Gründe, um sofort mit der Altersvorsorge zu starten

5 Gründe, um sofort mit der Altersvorsorge zu starten

Haben Sie sich eigentlich schon mit Ihrer Altersvorsorge auseinandergesetzt? Einen konkreten Plan erstellt? Oder geht es Ihnen wie zahlreichen Menschen und Sie schieben andere Sparziele wie das schicke Auto oder die teure Uhr vor? Schließlich haben Sie ja noch Zeit...Dass es aber durchaus gute Gründe gibt, um sofort mit der Vorsorge fürs Alter zu beginnen, lesen Sie hier.

1. Lebenserwartung und Gesundheitskosten steigen  

Dank medizinischer Fortschritte und einer ausgezeichneten Gesundheitsversorgung werden wir tendenziell immer älter. Während die Lebenserwartung bei Geburt im Jahr 1950 für Männer noch knapp 65 Jahre und für Frauen rund 69 Jahre betrug, gehen Hochrechnungen des Statistischen Bundesamts davon aus, dass diese Werte im Jahr 2050 bei knapp 83 bzw. 87 Jahren liegen werden.

Die steigende Lebenserwartung hat aber auch ihren Preis. Auf 4.712 EUR je Einwohner/in beliefen sich im Jahr 2018 die Gesundheitskosten in Deutschland. Im Jahr 2006 lag diese Zahl noch bei 3.062 EUR je Einwohner/in, zu Beginn des Jahrtausends bei 2.260 EUR. 

Planen Sie deshalb schon frühzeitig die Altersvorsorge, um Ihren Lebensabend in Ruhe mit den Liebsten genießen zu können!

2. Die Einkommenslücke im Alter ist gewiss 

Leider können viele Menschen ihre Gesamtrente nicht einschätzen und steuern einer ungewissen Zukunft entgegen. Kein Wunder also, dass die Angst vor Altersarmut zunimmt. Doch eines ist gewiss: eine Einkommenslücke im Alter wird es bei dem aktuellen Rentenniveau definitiv geben. Natürlich wird die exakte Rentenhöhe anhand individueller Merkmale berechnet, aber selbst die Deutsche Rentenversicherung weist auf der regelmäßig versendeten Renteninformation auf die bevorstehende Versorgungslücke und eine zunehmende Wichtigkeit der privaten Altersvorsorge hin.

Sorgen Sie also rechtzeitig vor und bauen sich langfristig ein Vermögen auf, um im Alter nicht vor einer bösen Überraschung zu stehen oder Ihren Lebensstandard einbüßen zu müssen!

3. Nichts tun ist auch keine Lösung

Um dauerhaft Vermögen aufzubauen spielt neben Zinsen, Rendite und langfristigem Anlagehorizont auch noch ein weiterer Faktor eine nicht zu unterschätzende Rolle: die Inflation. Was viele Menschen einfach ignorieren oder nicht wahrhaben möchten, ist leider bittere Realität. Unser Geld verliert dauerhaft an Wert. 100 EUR sind zwar auch in Zukunft 100 EUR, allerdings wird man sich in den nächsten Jahren davon weniger kaufen können, da durch die Inflation Waren und Dienstleistungen teurer werden. Zwar ist die Inflationsrate in Deutschland momentan (Stand: 09.07.2020) vergleichsweise niedrig und liegt unterhalb der angestrebten zwei Prozent-Marke der EZB. Die Zinsen der meisten Anlageprodukte sind aber noch niedriger. Das heißt: setzen Sie auf niedrig verzinste Tages- oder Festgeldkonten, verliert Ihr Geld dauerhaft an Wert. Daher sollte selbst der sicherheitsorientierteste Sparer eine Rendite anstreben, die den Kaufkraftverlust mindestens ausgleicht!

4. Je früher, desto besser 

Je früher man mit dem Sparen beginnt, desto mehr profitiert man im Alter vom sog. Zinseszinseffekt. Wenn man z. B. mit 25 Jahren beginnt 5.000 EUR pro Jahr in ein Produkt zu investieren, das jährlich fünf Prozent wächst, hat man im Alter von 65 Jahren knapp 300.000 EUR mehr als wenn man erst mit 35 Jahren beginnt - obwohl man nur 50.000 EUR mehr investiert hat (siehe Beispielsgrafik). Ein möglichst langer Anlagehorizont hat noch einen weiteren entscheidenden Vorteil: das Risiko kurzfristiger Schwankungen spielt eine eher untergeordnete Rolle, wenn das Geld lange für sich arbeiten kann. Mit Sparplänen lässt sich sogar von vorübergehend sinkenden Kursen profitieren: aufgrund der regelmäßigen (monatlichen) Einzahlungen werden bei fallenden Kursen Fonds- oder Aktienanteile günstig einkauft, die dann auf Dauer eine bessere Rendite erwirtschaften können (sog. Cost-Average-Effekt). 

Jung starten lohnt sich also in mehrfacher Hinsicht!

5. Der Zinseszinseffekt

Wie oben gezeigt spielt der Faktor Zeit eine wesentliche Rolle beim Vermögensaufbau. Je länger die Ansparphase ist und die erzielten Zinsen wieder angelegt werden können, desto höher fällt am Ende das erwirtschaftete Kapital aus. Dieser sog. Zinseszinseffekt entfaltet seine volle Wirkung ab einer Anlagedauer von ca. 15 Jahren (siehe vereinfachte Hochrechnung unten).  Ohne weitere Einzahlungen kann bei einem Anlagebetrag von 10.000 EUR nach 40 Jahren ein erwirtschaftetes Vermögen von ca. 235.000 EUR stehen - vorausgesetzt man lässt das Geld über den gesamten Zeitraum unangetastet in Ruhe für sich arbeiten. Der Zinseszinseffekt wirkt sich natürlich nicht nur bei Einmalanlagen aus, sondern kommt auch bei Sparplänen mit geringen Beträgen zum Tragen. Starten Sie deshalb schon in jungen Jahren mit dem Sparen und profitieren im Alter umso mehr!

Fazit: 

  • Wir werden immer älter und müssen höhere Gesundheitskosten tragen
  • Die gesetzliche Altersrente reicht nicht aus, um den aktuellen Lebensstandard zu halten - eine Einkommenslücke im Alter ist gewiss
  • Zinsloses Horten von Geld ist keine Lösung - aufgrund der Inflation verliert Ihr Geld real an Wert
  • Um ein großes Vermögen aufbauen zu können, spielt vor allem der Faktor Zeit eine entscheidende Rolle
  • Je länger das Geld für sich arbeiten kann, desto höher kann das erwirtschaftete Vermögen am Ende ausfallen
  • Ein langer Anlagehorizont lässt kurzfristige Kursschwankungen weniger ins Gewicht fallen
  • Mit regelmäßigen Sparplänen lässt sich auf Dauer sogar von kurzzeitig fallenden Kursen profitieren (Cost-Average-Effekt)
  • Der Zinseszinseffekt entfaltet seine volle Wirkung ab einer Anlagedauer von ca. 15 Jahren

Quellen

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/273406/umfrage/entwicklung-der-lebenserwartung-bei-geburt--in-deutschland-nach-geschlecht/

https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2020/05/PD20_164_23611.html

 https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Gesundheit/_Grafik/_Interaktiv/gesundheitsausgaben-je-einwohner.html

 

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