Der Cost-Average-Effekt - von Kursschwankungen profitieren!

Gerade in unruhigen Börsen-Zeiten neigen viele Anleger dazu ihre monatlichen Sparpläne vorübergehend oder sogar ganz einzustellen. Dass aber auch in schwankungsintensiveren Phasen dennoch weiterhin regelmäßig investiert werden sollte, lässt sich anhand des sog. Cost-Average-Effekts (Durchschnitts-kosteneffekts) erklären.

 

Der sog. Cost-Average-Effekt kommt bei regelmäßigen Sparplänen zum Tragen. Der Anleger erwirbt in der Regel für einen bestimmten monatlichen Betrag Anteile eines Fonds oder ETFs. Die Anzahl der erworbenen Anteile fällt von Monat zu Monat unterschiedlich aus: Ist der Kurs im Vergleich zum Vormonat gestiegen, werden weniger Anteile erworben; ist der Kurs gefallen, werden dementsprechend mehr Anteile erworben.

 

Hier ein einfaches Beispiel:

  • Anleger A bespart einen bestimmten Fonds mit 100 EUR pro Monat.
  • Zu einem Kurs von 100 EUR wird genau 1 Anteil des Fonds erworben.
  • Der Fonds entwickelt sich in den nächsten Monaten wie folgt:
    Monat 1: Kurswert 100 EUR - folglich wird genau 1 Anteil des Fonds erworben;
    Monat 2: Kurswert 150 EUR - folglich werden 0,66 Anteile des Fonds erworben;
    Monat 3: Kurswert 100 EUR - folglich wird genau 1 Anteil des Fonds erworben;
    Monat 4: Kurswert 50 EUR - folglich werden 2 Anteile des Fonds erworben;
    Monat 5: Kurswert 100 EUR - folglich wird genau 1 Anteil des Fonds erworben.
  • Insgesamt werden also 5,66 Fondsanteile über einen Zeitraum von 5 Monaten erworben
  • Der tatsächliche Depotwert beträgt also nach fünf Monaten 566 EUR (5,66 Anteile x aktueller Kurswert: 100 EUR)
  • Investiert wurden aber nur 500 EUR.
  • Der Gewinn, der durch den Durchschnittskosteneffekt erzielt wurde beträgt also 66 EUR.

 

Fazit

 

Unter dem Cost-Average-Effekt versteht man die Tatsache, dass ein Anleger für einen gleichbleibenden Sparbetrag bei fallenden Kursen mehr Anteile und bei steigenden Kursen weniger Anteile erwirbt.

Hierdurch kann langfristig von Kursschwankungen sogar profitiert werden und das "Timing-Risiko" einer Einmalanlage vermieden werden.

Statt eine große Einmalanlage (möglicherweise zum Höchststand) zu tätigen, kann es in gewissen Situationen also Sinn ergeben den Betrag auf mehrere monatliche Raten aufzuteilen und den Cost-Average-Effekt zu nutzen. 

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