Altersvorsorge für die Frau von heute - Das sollte SIE beachten!

Die weitläufige Meinung aus den 50er oder 60er Jahren war, dass es als Frau ausreicht verheiratet zu sein, um eine finanzielle Absicherung im Alter zu erlangen. Betrachtet die Frau von Welt die Dinge auch heute noch so, setzt sie sich beim Thema Altersvorsorge einem großen Risiko aus. Bekannt ist die Tatsache, dass viele Frauen noch immer im Durchschnitt weniger verdienen als Männer. 


Daraus ergibt sich auch eine geringere gesetzliche Durchschnittsrente von 579 € bei Frauen, im Vergleich zu 952 €, die Männer derzeit im Alter als monatliche Rente erhalten. Hinzu kommt noch, dass viele Frauen aufgrund ihrer Auszeit während der Kindererziehung Lücken in der Erwerbstätigkeit aufweisen. Diese Unterbrechung schmälert die gesetzliche Rente weiter.


Kinder kosten Rente


Der normale Werdegang einer berufstätigen Frau in Deutschland beschreibt sich wie folgt. Nach der Ausbildung arbeitet sie einige Jahre Vollzeit. Während dieser Zeit wird sie Mutter. Es folgt die Elternzeit, in der entweder gar nicht oder nur teilweise gearbeitet wird. 

Dauerhafte Teilzeitarbeit kann das Resultat aufgrund mangelnder Perspektive auf dem Arbeitsmarkt sein oder aber weil der eigene Nachwuchs weiterhin gehütet werden muss. So oder so ergeben sich dadurch erhebliche Einzahlungsdefizite bei der Rentenversicherung.


Kindererziehungszeiten können eingetragen werden


Während der Kindererziehungszeit verliert man zwar Rentenpunkte, kann sich diese als Frau jedoch für die Erziehung des Nachwuchses wieder gut schreiben lassen. In den ersten drei Jahren wird die Kindererziehungszeit angerechnet. 

Der Staat bezieht sich hier auf ein fiktives Einkommen von 35.000 €. Ein tatsächlich verdientes Einkommen wird dazugerechnet. Ist der Zeitraum, in dem man nicht berufstätig war größer als 10 Jahre, sollte man sich Gedanken über die Bezahlung von freiwilligen Beiträgen in die Rentenkasse machen. Denn nur bis dahin wird die Zeit der Kindererziehung vom Staat berücksichtigt. 

Die Berücksichtigungszeit muss nach dem zehnten Geburtstag des Kindes allerdings selbst eingetragen werden. Eine automatische Eintragung erfolgt nicht.

Wer ältere Kinder hat und ebenfalls keiner Erwerbstätigkeit nachgeht, sollte sich auf jeden Fall bei der regionalen Rentenversicherungsstelle informieren, ob ein freiwilliger Beitrag von mindestens 84,15 € Sinn macht. 

Dieser Beitrag erhöht zwar nur minimal die Rente im Alter, er hilft jedoch die Berücksichtigungszeit aufzustocken. Diese ist wichtig um die Mindestversicherungszeit zu erreichen.


Vertrauen Sie nicht allein auf Ehe und Witwenrente


Laut Statistischem Bundesamt wird derzeit jede dritte Ehe wieder geschieden. Dieser Umstand allein sollte schon genügen, um zu verdeutlichen, dass man sich nicht darauf verlassen kann, dass das gemeinsame Einkommen im Alter ausreichen wird wenn der Ehemann gut verdient. 

Natürlich gibt es die Möglichkeit bei einer Scheidung über einen Versorgungsausgleich Rentenansprüche verrechnet zu bekommen. Dennoch sollten sich Frauen um eine zusätzliche eigene Absicherung kümmern. Genauso wenig sollte man die Ansprüche einer Witwenrente überschätzen. 771 € darf das Einkommen einer Frau höchstens betragen, um die volle Witwenrente beziehen zu können. Wird diese Grenze überschritten verringert sich die Entschädigung um 40 Prozent der Differenz aus Einkommen und Freibetrag.


Nehmen Sie Ihre Vorsorge selbst in die Hand


Schon immer spricht man in der Finanzbranche vom Wunder des Zinseszinseffekts. Auch in einer Niedrigzinsphase tritt ein solcher Effekt ein.

Nur sprechen wir heute nicht mehr von Zinsen auf einem Sparbuch, Bauspar- oder Tagesgeldkonto, sondern von Rendite aus Fondssparplänen und anderen Wertpapieranlagen. Das Prinzip bleibt jedoch das Gleiche: 

Je früher begonnen wird, umso mehr profitiert man im Alter! (Siehe Beispiel unten) Dieses Prinzip scheuen leider viele Frauen, da sie sich ihrer zukünftigen Einkommensverhältnisse aufgrund einer möglichen Schwangerschaft nicht bewusst sind. Heute gibt es allerdings die Möglichkeit Sparpläne vollkommen flexibel zu gestalten. Ist man während der Kindererziehung nur teilweise oder gar nicht berufstätig kann die Sparrate reduziert oder ausgesetzt werden. Die Lösungen sind heute sehr flexibel und passen sich den Wünschen ganz individuell an:


Lösung 1: Speziell für Mütter bietet die Förderrente, im Volksmund auch als Riesterrente bekannt, einige Vorteile. Sie fördert nämlich nicht nur die Mutter mit jährlich bis zu 154 €, sondern auch jedes Kind, das z.B. nach 2008 geboren wurde mit 300 €. Bei einem Mindestbeitrag von 5 € im Monat übersteigt die jährliche Förderung dabei sogar die jährliche Eigenbeteiligung. Mehr Rendite geht nicht! Zu beachten ist allerdings, dass ein Riestervertrag mit einer Versicherung vermiedern werden sollte, da der Kostensatz häufig zwischen 10 - 15 Prozent liegt. Riester ja, aber mit einem unabhängigen und neutralen Finanzpartner!

Ihr Motto sollte lauten: Trenne Versicherung und Kapitalanlage!


Lösung 2: Vorsorge mit Portfolio-Sparplänen. Hierbei sind Sie vollkommen flexibel. Der Vertrag unterliegt keiner Laufzeit und keinen Zwängen. Man bestimmt mit einem unabhängigen und kompetenten Berater welche Ziele man verfolgt und was man bereit ist dafür monatlich zu sparen. Als Kundin behalten Sie aber jederzeit volle Kontrolle über Ihr Kapital. Bitte beachten Sie auch hier: Bezahlen Sie keinen Ausgabeaufschlag (Abschlussgebühr)! Fonds kann man auch ohne diese Gebühr kaufen.


Im Optimalfall schaffen Sie für sich eine Kombination aus beiden Lösungen. Gehen Sie als Frau aber unbedingt eine neutrale Beratung ein und beginnen Sie bereits in jungen Jahren mit dem Sparen. Dann steht Ihrer finanziell sorgenfreien Zukunft nicht mehr viel im Weg.


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Altersvorsorge für Frauen
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